Am 20. Juni ging es wieder mit vollgepackten Rad Richtung Norden, zwei Wochen Schweden standen auf den Plan. Über die genaue Route, welche ich durch Schweden nehmen wollte, hatte ich mir nur wenig Gedanken gemacht. Ich hatte mir nur Ystad, Simrishamn und Karlskrona als feste Ziele vorgenommen und der Rest sollte sich dann während der Tour entwickeln.
Nach dem ersten Tourtag dann die erste Ernüchterung, hintere Felge war gebrochen und ich durfte das Rad 17km zurück schieben in den nächst größeren Ort. Leider konnte mir dort am nächsten Tag kein Fahrradladen helfen und ich musste meine Reise mit dem Bus, in das 50km entfernte Kristianstad, fortsetzen. Dort hatte ich sofort einen Fahrradladen gefunden, der mir helfen konnte und innerhalb von 3 Stunden war mein Rad wieder ganz. Zum Schluss war ich froh, dass mir das so früh während der Tour passiert ist, weil die restlichen Tage, hätte ich stellenweise ziemlich alt ausgesehen. Da hätte ich dann mehr als 17km schieben müssen.
Nach diesem Rückschlag konnte ich mich dann endlich erholen. Es ist wirklich unglaublich wie viele Seen es in Schweden gibt und jeder für sich wunderschön. Die nächsten Tage ging es dann immer weiter nördlich, wo die Berge immer höher und die Seen immer blauer wurden. Auch die Straßen wurden immer leerer und es kam vor, dass ich über Stunden völlig allein unterwegs war.
Nach fast einer Woche bin ich dann in Jönköping gelandet. Vor der Tour hatte ich noch überlegt, ob ich bis dorthin komme und dachte eigentlich, dass es nichts wird, zum Glück kam es anders. Von Jönköping hat man Blick auf den Vättern, einen riesigen blauen See wo das Ende nicht zu sehen ist. Als ich dann dort war wollte ich auch nach Göteborg, aber im Touristenbüro hat man mir von abgeraten, da es mehrere Tage dauern würde und sowieso viel zu gefährlich sei. Die Aussage hatte mich nur neugierig gemacht und nach 2 Tagen war ich dann in Göteborg.
Nach Göteborg ging es dann die restliche Woche entlang der Westküste, mit traumhaften Stränden und ziemlich warmer Nordsee. Vier Tage später war ich dann in Helsingborg, wo ich durch ein Missverständnis viel zu früh den Fahrschein Richtung Malmö in der Hand hielt. Dadurch kam Helsingborg zwar etwas kurz, aber mein Knie konnte sich mal erholen und ich war wieder im Zeitplan.
Malmö kannte ich schon vom letzten Jahr, allerdings war ich diesmal an einem Freitag Abend und nicht an einem Sonntag früh angekommen, was auch das relativ unruhige Treiben auf den Straßen erklärte.
Den nächsten früh ging es dann Richtung Trelleborg. Damit war dann nach 1.400km und 2 Wochen Sonnenschein die Tour zu Ende.
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