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Sternfahrt 2008

2 Juni 2008

Ich bin heute bei der Sternfahrt 2008 mit meinem Rad mitgefahren.

Die Sternfahrt fand dieses Jahr zum 32. Mal statt und sollte demonstrieren, dass wir Radfahrer eine wichtige Rollen spielen im Straßenverkehr und das man auch mit dem Rad gut unterwegs sein kann.

Tourbeginn war Morgens um 8:00 Uhr in der Stadt Brandenburg. Da ich noch nie in Brandenburg war, wollte ich gerne schon um 7:00 Uhr da sein für ein wenig Sightseeing. Dies hieß für mich um 4 aufstehen und kurz nach halb sechs ab zum Bahnhof. Ein ordentliches Frühstück ist ja vor einer solcen Tour nicht verkehrt.

Als ich dann am Bahnhof in Brandenburg ankam, musste ich feststellen, dass die Stadt wie ausgestorben war. Von den paar Leuten, die ich dann doch mal zu Gesicht bekam, wurde ich nur ungläubig angeschaut. Man halt wohl gemerkt, dass ich nicht von da war … vielleicht fährt man dort nicht mit dem Rad. Das würde auch erklären , warum es kaum Radwege gibt und Ausschilderungen zu Sehenswürigkeiten nur für Fußgänger existieren.

Also ging es dann um 8:00 Uhr offiziell los. Gleich zu Beginn der Tour wurden wir die ersten Kilometer durch die Stadt schön durchgerüttelt, Kopfsteinpflaster gehört da zum Stadtbild. Kopfsteinpflaster und Straßenbahnschienen sind keine gute Komination für Radfahrer, wie auch einer der Teilnehmer fetstellen musste, der ziemlich zu Beginn stürzte. Ihm ist aber nichts weiter passiert.

Ansonsten ist Brandenburg eine sehr schöne Stadt, sehr ruhig und beschaulich. Wer allerdings auf Party machen steht sollte dort nicht hin ziehen, der altersdurchschnitt scheint ziemlich hoch zu sein und so ist das Angebot an Clubs und Bars doch eher dürftig. Aber mir würde es da gut gefallen, so mitten in der Natur.

Nachdem wir das Kopfsteinpflaster und die Stadt Brandenburg hinter uns gelassen haben, sind wir hinter einem Streifenwagen der Brandenburgischen Polizei als Begleitschutz, durch viele kleine Dörfer gefahren. Im Schnitt fuhren wir 15-20 km/h also eher langsam und beschaulich. So kam wenigstens jeder halbwegs mit. Zwischendurch musste aber zum Glück ab und zu der erste Streifewagen die Kreuzung absichern, sodass wir an der Spitze auf die Anweisung seichte weiterzufahren mal kurz auf 35km/h beschleunigen konnten, um mal warm zu werden. ;-)

Wir konnten die ersten 60km auch ziemlich locker fahren, bis wir dann auf die Leute aus Nauen getroffen waren. Das waren leider nicht so wenige wie wir aus Brandenburg und wir brauchten schon ein Weilchen, um uns überhaupt einzureihen. Lockeres fahren war kaum noch möglich weil ständig langsame Radfahrer vor mir waren und überschnelle von hinten kamen. Ich wollte mich zwar auch erst weiter nach vorne Kämpfen, aber da viele Kinder mit fuhren war mir das zu gefährlich und bin lieber im Strom mit geschwommen.

Das nächste Nadelöhrwar dann die Auffahrt auf die Avus. Die Firma Lichtenauer hatte zum Glück einen Stand mit Getränken wo man kostenlos erstmal den Durst löschen konnte. Nach etwa 20 Minuten Zwangspause ging es dann endlich auf die Avus und natürlich gleich linke Spur und schön mit konstanten 30km/h drängeln. Warum haben Fahrräder eigentlich keine Lichthupe??? ;-)

Allerdings waren der heiße Asphalt und der heiße Gegenwind nicht förderlich für die Kondition und so musste ich nach einigen Kilometern eine Pause machen. Über den Messedamm sind wir dann auf den Kaiserdamm und später auf die Bismarckstraße gekommen. Ab da waren es dann nur noch wenige Kilometer bis zum Ziel. Natürlich habe ich eine Ehrenrunde um die Sieessäule gedreht, das gehört ja irgendwie dazu.

Bis zum eigentlichen Ziel, dem Brandenburger Tor, kam man allerdings nicht, weil vor dem Brandenburger Tor das Umweltfestival stattfand. Man stelle eine Bühne auf, platziert eine Musikerin darauf und schon hat man ein Festival. Dann platziert man davor ein paar Stände mit Ökozeug und ein paar Unternehmen die Zeigen können wie Öko sie sind und schon, hat das ganze irgendwie was mit Umwelt zu tun. Na gut darunter waren auch viele Sponsoren, welche die Sternfahrt überhaupt erst ermöglicht haben.

Am geilsten fand ich das Ökobrot, dass in Plastiktüten verkauft wurde.

Das Umweltfestival war schon okay, es gab halt viel Interessantes zu sehen, wie z.B. Bikes von eher unbekannten Herstellern, aber zu entsprechenden Preisen.

In Brandenburg sind wir mit etwa 20-30 Leuten gestartet und am Brandenburger Tor kamen bestimmt 250.000 Leute an.

Alles in Allem war es ein wunderschöner Tag, auch wenn etwas anstregend. Nächstes Jahr werde ich wieder dabei sein, wobei ich wohl eine andere Route wählen werde, wahrscheinlich auch eine, die icht über die Avus geht. Der Spaß reicht einmal.

Ich hatte zwar gedacht, dass ich heute morgen mit Muskelkater aufwachen werde und kaum aus dem Bett komme, aber das ging eigentlich. Nur ein leictes ziehen in den Beinen, was aber auch nach den ersten Metern zur Arbeit wieder weg war.

Hier sind noch ein paar Eindrücke vom Tag.

Brandenburg Hauptbahnhof Sonnenaufgang Ein Turm Straße in Brandenburg Kirchturm
Kurze Pause Der Berliner Begleitschutz Radfahren auf der Avus