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Ich bin dann mal Weg!

22 August 2008

Es ist Zeit für einen Tapetenwechsel und so werde ich die kommenden 2 Wochen eine kleine Radtour von Berlin über Rostock mit der Fähre nach Dänemark fahren. Dort werde ich von Gedser nach Kopenhagen und weiter nach Helsingör fahren. Von da aus fahre ich mit der Fähre nach Helsingborg, von wo ich mit ein paar Umwegen Richtung Trelleborg fahre. Ab dort geht es mit der Fähr zurück nach Rostock, wo ich dann wieder Richtung Belin aufbreche. Insgesamt hat die Tour ungefähr 1.200km und wenn ich pro Tag etwa 100km fahre sollte die Zeit gut ausreichen.

Ich bin auf die Erfahrungen gespannt, die ich auf meinem Weg sammeln werde und auf jeden Fall wird es mal ganz gut sein, 2 Wochen für mich allein zu sein, fern ab vom Alltag auf der Suche nach mir selbst.

Die Wetter aussichten sind zwar im Moment nicht so berauschend, aber besser als Schnee oder 40 Grad im Schatten. Und ab und zu eine Dusche von oben ist auch nicht schlecht :-) Da ich das Wetter sowieso nicht ändern kann, akzeptiere ich es, werde das Beste daraus machen und den Regen auf der Haut genießen.

Übernachten werde ich entweder im Zelt oder in Jugendherbergen, je nachdem was passt und wodrauf ich Bock habe.

Ich werde während der Tour ein Tagebuch führen und wenn ich wieder zurück bin gibt es hier in kleiner Serie etwas zu lesen. Da auch meine Fotoausrüstung mit auf Tour kommt, wird es auch ein paar Bilder geben.

Also dann bis in 2 Wochen in neuer Frische.

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Sternfahrt 2008

2 Juni 2008

Ich bin heute bei der Sternfahrt 2008 mit meinem Rad mitgefahren.

Die Sternfahrt fand dieses Jahr zum 32. Mal statt und sollte demonstrieren, dass wir Radfahrer eine wichtige Rollen spielen im Straßenverkehr und das man auch mit dem Rad gut unterwegs sein kann.

Tourbeginn war Morgens um 8:00 Uhr in der Stadt Brandenburg. Da ich noch nie in Brandenburg war, wollte ich gerne schon um 7:00 Uhr da sein für ein wenig Sightseeing. Dies hieß für mich um 4 aufstehen und kurz nach halb sechs ab zum Bahnhof. Ein ordentliches Frühstück ist ja vor einer solcen Tour nicht verkehrt.

Als ich dann am Bahnhof in Brandenburg ankam, musste ich feststellen, dass die Stadt wie ausgestorben war. Von den paar Leuten, die ich dann doch mal zu Gesicht bekam, wurde ich nur ungläubig angeschaut. Man halt wohl gemerkt, dass ich nicht von da war … vielleicht fährt man dort nicht mit dem Rad. Das würde auch erklären , warum es kaum Radwege gibt und Ausschilderungen zu Sehenswürigkeiten nur für Fußgänger existieren.

Also ging es dann um 8:00 Uhr offiziell los. Gleich zu Beginn der Tour wurden wir die ersten Kilometer durch die Stadt schön durchgerüttelt, Kopfsteinpflaster gehört da zum Stadtbild. Kopfsteinpflaster und Straßenbahnschienen sind keine gute Komination für Radfahrer, wie auch einer der Teilnehmer fetstellen musste, der ziemlich zu Beginn stürzte. Ihm ist aber nichts weiter passiert.

Ansonsten ist Brandenburg eine sehr schöne Stadt, sehr ruhig und beschaulich. Wer allerdings auf Party machen steht sollte dort nicht hin ziehen, der altersdurchschnitt scheint ziemlich hoch zu sein und so ist das Angebot an Clubs und Bars doch eher dürftig. Aber mir würde es da gut gefallen, so mitten in der Natur.

Nachdem wir das Kopfsteinpflaster und die Stadt Brandenburg hinter uns gelassen haben, sind wir hinter einem Streifenwagen der Brandenburgischen Polizei als Begleitschutz, durch viele kleine Dörfer gefahren. Im Schnitt fuhren wir 15-20 km/h also eher langsam und beschaulich. So kam wenigstens jeder halbwegs mit. Zwischendurch musste aber zum Glück ab und zu der erste Streifewagen die Kreuzung absichern, sodass wir an der Spitze auf die Anweisung seichte weiterzufahren mal kurz auf 35km/h beschleunigen konnten, um mal warm zu werden. ;-)

Wir konnten die ersten 60km auch ziemlich locker fahren, bis wir dann auf die Leute aus Nauen getroffen waren. Das waren leider nicht so wenige wie wir aus Brandenburg und wir brauchten schon ein Weilchen, um uns überhaupt einzureihen. Lockeres fahren war kaum noch möglich weil ständig langsame Radfahrer vor mir waren und überschnelle von hinten kamen. Ich wollte mich zwar auch erst weiter nach vorne Kämpfen, aber da viele Kinder mit fuhren war mir das zu gefährlich und bin lieber im Strom mit geschwommen.

Das nächste Nadelöhrwar dann die Auffahrt auf die Avus. Die Firma Lichtenauer hatte zum Glück einen Stand mit Getränken wo man kostenlos erstmal den Durst löschen konnte. Nach etwa 20 Minuten Zwangspause ging es dann endlich auf die Avus und natürlich gleich linke Spur und schön mit konstanten 30km/h drängeln. Warum haben Fahrräder eigentlich keine Lichthupe??? ;-)

Allerdings waren der heiße Asphalt und der heiße Gegenwind nicht förderlich für die Kondition und so musste ich nach einigen Kilometern eine Pause machen. Über den Messedamm sind wir dann auf den Kaiserdamm und später auf die Bismarckstraße gekommen. Ab da waren es dann nur noch wenige Kilometer bis zum Ziel. Natürlich habe ich eine Ehrenrunde um die Sieessäule gedreht, das gehört ja irgendwie dazu.

Bis zum eigentlichen Ziel, dem Brandenburger Tor, kam man allerdings nicht, weil vor dem Brandenburger Tor das Umweltfestival stattfand. Man stelle eine Bühne auf, platziert eine Musikerin darauf und schon hat man ein Festival. Dann platziert man davor ein paar Stände mit Ökozeug und ein paar Unternehmen die Zeigen können wie Öko sie sind und schon, hat das ganze irgendwie was mit Umwelt zu tun. Na gut darunter waren auch viele Sponsoren, welche die Sternfahrt überhaupt erst ermöglicht haben.

Am geilsten fand ich das Ökobrot, dass in Plastiktüten verkauft wurde.

Das Umweltfestival war schon okay, es gab halt viel Interessantes zu sehen, wie z.B. Bikes von eher unbekannten Herstellern, aber zu entsprechenden Preisen.

In Brandenburg sind wir mit etwa 20-30 Leuten gestartet und am Brandenburger Tor kamen bestimmt 250.000 Leute an.

Alles in Allem war es ein wunderschöner Tag, auch wenn etwas anstregend. Nächstes Jahr werde ich wieder dabei sein, wobei ich wohl eine andere Route wählen werde, wahrscheinlich auch eine, die icht über die Avus geht. Der Spaß reicht einmal.

Ich hatte zwar gedacht, dass ich heute morgen mit Muskelkater aufwachen werde und kaum aus dem Bett komme, aber das ging eigentlich. Nur ein leictes ziehen in den Beinen, was aber auch nach den ersten Metern zur Arbeit wieder weg war.

Hier sind noch ein paar Eindrücke vom Tag.

Brandenburg Hauptbahnhof Sonnenaufgang Ein Turm Straße in Brandenburg Kirchturm
Kurze Pause Der Berliner Begleitschutz Radfahren auf der Avus    

Radtour: Berliner Mauerweg Nord

2 Mai 2008

Letzten Sonntag habe ich mich bei dem super Wetter auf eine Radtour um den Norden von Berlin begeben, auf dem so genannte Mauerweg. Der Mauerweg ist eine teils gut ausgebaute Radwanderstrecke, die dem Verlauf des ehemaigen Grenzsreifen folgt und ist insgesamt 160km lang.

Ich habe mich für eine Teilstrecke vom Mauerpark über Wilhelmsruh, Frohnau und Henningsdorf nach Spandau entschieden. Der Weg an sich ist zwar sehr gut ausgebaut, allerdings gibt es ab und zu Teilstücke, wo man doch ganz schön durchgerüttelt wird. Dies wird wohl auch der Grund gewesen sein, warum zwei Tage später, auf dem Weg zur Arbeit, das vordere Schutzblech keinen Bock mehr hatte so langweilig am Fahrrad zu hängen. ;-)

Zwar hatte ich die ersten Meter, wo es etwas ZickZack durch mehrere Seitengassen und Hauptstraßen ging, etwas Probleme die Hinweisschilder für den Mauerweg im restlichen Schilderwald zu finden, aber ansonsten war der Weg eigentlih rect gut ausgeshildert. Zwischendurch fehlen allerdings auch mal Schilder, sodass ich mich zwischendurc auch mal gewundert habe, warum der Mauerweg aus einer Seitenstraße rechts rauskommt, wo ich eigentlich dachte, dass ich die ganze Zeit darauf gefahren wäre. In Eiskeller zeigt das Schild auch in eine verkehrte Richtung, sodass ich im Konflikt zwischen Navigationsgerät, meiner Intuition und dem Hinweisschild stand … ich war dummerweise dem Hinweisschild und meiner Intuition gefolgt.

Insgesamt bin ich an dem Tag rund 75km gefahren, es war einfach herrlich und ich kann diese Tour nur jedem empfehlen der Spaß am Radfahren hat. Wenn ich nocmal die Tour fahren sollte, werde ich die Strecke aber anderesherum abfaren, da das Teilstück von Spandau bis zu mir nah Hause doch sehr geschlaucht hat.

Für den Sommer habe ich mir vorgeomme den kompletten Mauerweg zu beradeln, was bestimmt recht geil sein wird, vorallem wegen den über 160km. Vorher kommt aber noch der südliche Mauerweg, der mit rund 110km eine gute Vorbereitung dafür ist.

Hier sind noch ein paar Fotos die ich auf der Tour aufgenommen habe.

Let's start Mauerpark Mauerpark Obstblüte Obstblüte
Obstblüte Obstblüte im Sonnenschein Obstblüte Blick in die Ferne Idyllischer See
Henningsdorfer S-Bahnbrücke Henningsdorfer S-Bahnbrücke Sonne spielt verstecken Bombardie Werk in Henningsdorf Viel Wasser
Viel Wasser und ein Segelboot Alter Grenzturm
Havel Queen Scharfe Schafe Pferde Das Gotische Haus Wie hieß die Kirche noch gleich?
Seitengasse  

Für die Bildergalerie habe ich die Bilder auf Flickr geladen und mit dem Plugin PhotoXhibit hier im Blog eingebunden.