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Kälterekorde in Berlin … na und?

8 Januar 2009

Seit Dienstag bin ich nun wieder täglich mit Rad zur Arbeit unterwegs. Früher hatte ich Leute für verrückt erklärt die bei solchen Temperaturen mit dem Rad unterwegs sind, aber mit der richtigen Bekleidung ist das kein Problem. Die Beine und Füße schütze ich mit dem Bewerten Ziebelprinzip. Normale Unterhosen, dann eine Fahrradunterhosen mit Polsterung, danach eine lange Baumwoll Unterhose und zum Schluss eine Active Shell Hose, die Wind und Regen abhält. Mit dieser Kombination lassen sich selbst längere Strecken gut aushalten.

Die Füße sind im Winter immer ein Problem. Auf dem kurzen Weg zur Arbeit reicht die Kombination aus sehr dünnen und sehr dicken Socken und verpackt in meine alten abgetretenen, aber superbequemen Radturnschuhe. Auf längeren Touren ziehe ich noch Überschuhe aus Neopren drüber.

Da der Oberkörper bei mir ziemlich schnell warm wird, trage ich dort nur ein Langarmshirt und eine Softshell Jacke drüber. Die Jacke ist eigentlich für Wintersport (Snowboard … etc.) gedacht, aber Radfahren im Winter ist ja auch irgendwie Wintersport. ;-)

Allerdings kann die richtige Bekleidung ziemlich ins Geld gehen, aber man hat ja dann auch ein paar Jahre etwas davon und so lohnt sich die Investitio auch wieder.

Den ersten Tag hatte ich noch den Fehler gemacht und hatte versucht auf den Radwegen zu fahren, aber da diese meist nicht geräumt sind, kam ich irgendwie überhaupt nicht vorran. Seitdem fahre ich auf dem Hinweg etwa 95% auf der Straße und auf dem Rückweg etwa 80%. Das fährt sih auch ziemlich gut, auch die meisten Autofahrer nehmen Rücksicht und überholen mit großzügigen Sicherheitsabstand, die meisten werden wohl mitleid haben. Was echt nervt sind Autofahrer die auf Hauptstraße gerade mal 30 km/h fahren, weil ein wenig Schneematsch auf der Straße ist. Schon blöd, wenn man als Radfahrer überlegt, ob man zum Überholen ansetzt. Aber Windschattenfahren und ein wenig treiben lassen ist dann auc nicht schlecht.

Gestern war dann mal rihtig geniales Wetter. Schneeregen und weniger als -10 Grad, waren dann eine gute Möglihkeit zu schauen, was das Material wirklich taugt. Leider musste ich feststellen, das Brille tragen, bei einer solchen Witterung keine gute Idee ist. Nach der hälfte der Strecke musste ich die Brille im Rucksack verstauen, da eine dicke Eisschicht auf den Gläsern war. Überhaupt war alles mit einer Eisschicht überzogen. Den Rest der Strecke musste ich dann irgendwie mit ohne Brille zurecht kommen, was bei meiner Kurzsichtigkeit kein vergnügen war.

Ab Montag soll es ja dann wieder wärmer werden, was ich mit gemüschten Gefühle sehe. Zum einen ist es schon iht schlecht, wenn es ein wenig wärmer ist, aber andererseits sind dann auch wieder mehr Radfahrer und Autofahrer unterwegs und wenn ma sich erstmal an den Schnee gewöhnt hat, macht es auch ziemlich Spaß durch die weiße Winterlandschaft mit dem Rad zu cruisen.

Was ist bloß los mit den Menschen?

24 Oktober 2008

Auf dem Weg von Arbeit nach Hause hatte ich vorhin ein Ziemlich blödes Erlebnis, dass mich doch ziemlich zum Nachdenken bringt.

Ich fahre immer mit dem Rad am Nordgraben entlang, ist zwar eine etwas längere Strecke, aber es ist ruhig und man hat ein relativ gut ausgebauten Radweg. Was an dem Weg so ziemlich stört sind Fußgänger die auch den Radweg für sich beanspruchen und auch mal unvermittelt vor das Rad springen, weil sie ja angeblich Vorrang haben. Ob diese Leute auch beim überqueren einer Straße so vorgehen?

Jedenfalls bin ich auch heute Abend dort entlang gefahren, war zwar schon dunkel, aber dank Beleuchtung am Rad konnte ich recht gut den Weg und die Hindernisse erkennen. Mir kamen ein Mann und eine Frau entgegen. Natürlich konnte man mal wieder nicht in der Mitte laufen, sondern sie musste natürlich auf der Markierung zum Radweg laufen. Gut, ich natürlich innerlich geflucht, hab dann aber doch ein wenig abgebremst.

Als die dann kurz vor mir waren, lief dann den ihr Hund, den ich vorher nicht gesehen hatte, weil der Hund direkt hinter den Besitzern lief und nicht sonderlich groß war, direkt vor mir auf den Radweg. Da ich mich ziemlich erschreckt habe und auf keinen Fall den Hund anfahren wollte, habe ich beide Bremshebel gezogen, mit dem Resultat, dass ich über den Lenker abgestiegen bin und ziemlich schwer gestürzt bin. Klar war ich war ich sauer, weil ich keinerlei Verständnis dafür habe, wie man so mit seinem Hund spazieren gehen kann. Also habe ich die Leute gefragt, ob sie nicht auf ihren Hund besser aufpassen können. Gut der Ton war schroff, aber selbst Schuld denke ich.

Als Reaktion hat sich der Mann nur aufgebäumt und mir signalisiert, dass er mich schlägt, wenn ich meine Mund nicht halte. Was ich völlig ignoriert habe, da er nicht wirklich genug Mumm hatte mich anzugreifen. Die Frau kam dann nur mit so Standard floskeln wie “Unser Hund macht sowas nicht” und so … das übliche halt ;-) Der Mann hat mich dann noch angepöbelt, dass das ja ein Fußgängerweg ist (ja klar und der rote Bereich ist für Volldeppen und Hunde) und ich gefälligst absteigen soll. Dabei wurde er immer agressiver und mir wurde leider immer mehr klar, dass diese Leute völlig uneinsichtig sind. Ich hab denen dann nur einen schönen Abend gewünscht und hab die wütend zurück gelassen … wurde mir einfach zu blöde.

Was mich an der ganzen Sache am meisten störte war die Agressivität des Mannes, der seine Meinung zur Not auch durchgeboxt hätte. Wäre ich kleiner und schmächtiger gewesen, oder hätte ich in irgend einer Form Angst signalisiert, wäre er wohl wirklich handgreiflich geworden.

Zum Anderen ging es von deren Seite nicht darum, dass ich fast ihren Hund angefahren hätte, sondern die wollten einfach nicht akzeptieren, dass sie vielleicht einen Fehler gemacht haben. Mit Scheuklappen und abgeschalteten Verstand durch die Gegend rennen macht halt weniger Arbeit ;-)

Wahrscheinlich hätte ich noch vorsichtiger fahren müssen, aber wenn man in jedem Fußgänger, Kind, Radfahrer, Autofahrer, Hund, Katze oder Marsmännchen eine potentielle Gefahr sieht macht doch das Radfahren auch keinen Spaß mehr.

Naja als Resutat habe ich jetzt zwei kaputte Knie, ein paar mehr schrammen am Rad und ein verbogenen Gepäckträger. Aber wenigstens gehts dem Hund gut, der kann ja nichts für seine Besitzer.