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Was ist bloß los mit den Menschen?

24 Oktober 2008

Auf dem Weg von Arbeit nach Hause hatte ich vorhin ein Ziemlich blödes Erlebnis, dass mich doch ziemlich zum Nachdenken bringt.

Ich fahre immer mit dem Rad am Nordgraben entlang, ist zwar eine etwas längere Strecke, aber es ist ruhig und man hat ein relativ gut ausgebauten Radweg. Was an dem Weg so ziemlich stört sind Fußgänger die auch den Radweg für sich beanspruchen und auch mal unvermittelt vor das Rad springen, weil sie ja angeblich Vorrang haben. Ob diese Leute auch beim überqueren einer Straße so vorgehen?

Jedenfalls bin ich auch heute Abend dort entlang gefahren, war zwar schon dunkel, aber dank Beleuchtung am Rad konnte ich recht gut den Weg und die Hindernisse erkennen. Mir kamen ein Mann und eine Frau entgegen. Natürlich konnte man mal wieder nicht in der Mitte laufen, sondern sie musste natürlich auf der Markierung zum Radweg laufen. Gut, ich natürlich innerlich geflucht, hab dann aber doch ein wenig abgebremst.

Als die dann kurz vor mir waren, lief dann den ihr Hund, den ich vorher nicht gesehen hatte, weil der Hund direkt hinter den Besitzern lief und nicht sonderlich groß war, direkt vor mir auf den Radweg. Da ich mich ziemlich erschreckt habe und auf keinen Fall den Hund anfahren wollte, habe ich beide Bremshebel gezogen, mit dem Resultat, dass ich über den Lenker abgestiegen bin und ziemlich schwer gestürzt bin. Klar war ich war ich sauer, weil ich keinerlei Verständnis dafür habe, wie man so mit seinem Hund spazieren gehen kann. Also habe ich die Leute gefragt, ob sie nicht auf ihren Hund besser aufpassen können. Gut der Ton war schroff, aber selbst Schuld denke ich.

Als Reaktion hat sich der Mann nur aufgebäumt und mir signalisiert, dass er mich schlägt, wenn ich meine Mund nicht halte. Was ich völlig ignoriert habe, da er nicht wirklich genug Mumm hatte mich anzugreifen. Die Frau kam dann nur mit so Standard floskeln wie “Unser Hund macht sowas nicht” und so … das übliche halt ;-) Der Mann hat mich dann noch angepöbelt, dass das ja ein Fußgängerweg ist (ja klar und der rote Bereich ist für Volldeppen und Hunde) und ich gefälligst absteigen soll. Dabei wurde er immer agressiver und mir wurde leider immer mehr klar, dass diese Leute völlig uneinsichtig sind. Ich hab denen dann nur einen schönen Abend gewünscht und hab die wütend zurück gelassen … wurde mir einfach zu blöde.

Was mich an der ganzen Sache am meisten störte war die Agressivität des Mannes, der seine Meinung zur Not auch durchgeboxt hätte. Wäre ich kleiner und schmächtiger gewesen, oder hätte ich in irgend einer Form Angst signalisiert, wäre er wohl wirklich handgreiflich geworden.

Zum Anderen ging es von deren Seite nicht darum, dass ich fast ihren Hund angefahren hätte, sondern die wollten einfach nicht akzeptieren, dass sie vielleicht einen Fehler gemacht haben. Mit Scheuklappen und abgeschalteten Verstand durch die Gegend rennen macht halt weniger Arbeit ;-)

Wahrscheinlich hätte ich noch vorsichtiger fahren müssen, aber wenn man in jedem Fußgänger, Kind, Radfahrer, Autofahrer, Hund, Katze oder Marsmännchen eine potentielle Gefahr sieht macht doch das Radfahren auch keinen Spaß mehr.

Naja als Resutat habe ich jetzt zwei kaputte Knie, ein paar mehr schrammen am Rad und ein verbogenen Gepäckträger. Aber wenigstens gehts dem Hund gut, der kann ja nichts für seine Besitzer.