Tag 4: Nordish by Urlaub

Von Schabernack nach Marielyst (98 km)

Die Nacht in einem ordentlichen Bett zu schlafen war doch sehr erholsam und nach einem ordentlichen Frühstück ging es dann auch gleich um 8:30 Uhr wieder weiter.

Diesmal habe ich mir zuerst Güstrow angeschaut, ein kleines beschauliches Städtchen mit einem Schloss in der Mitte.

Nach Güstrow habe ich dann festgestellt, dass die Gegend eine gute Wahl für eine Schlafpause war, da ab hier größten Teils weite flache Flächen und kein Mittelgebirgsflair auf mich warteten.

Je nördlicher man kommt, umso freundlicher werden die Leute. Außerdem hätte ich nicht gedacht, dass man hier auf einen Dialekt trifft, den man sonst nur aus der Region um Hamburg kennt, was die Leute hier nur noch sympathischer macht.

Ansonsten konnte ich heute ziemlich gut durchfahren, meist sogar mit Rückenwind.

17 km vor Rostock kamen dann die ersten Hinweisschilder zum Rostocker Hauptbahnhof, was die Motivation steigerte noch schneller zu fahren. Allerdings waren es vom Hauptbahnhof zum Überseehafen auch noch einmal gut   7 km.

Da ich gerne um 15:00 Uhr die Fähre erreichen wollte, musste ich ziemlich treten und ein paar rote Ampeln ignorieren.

14:20 Uhr kam ich dann am Überseehafen an. Da hab ich dann schnell das Ticket für 17€ gekauft und noch ein paar Euro in dänische Kronen getauscht. und dann hieß es 20 min warten … naja besser zu früh als zu spät.

Die Fahrt im Hafen zum Liegeplatz der Fähre war doch recht abenteuerlich, da dort ziemlich viele LKW’s unterwegs waren, die nicht wirklich viel Rücksicht auf Radfahrer nahmen. Gut als Radfahrer ist man da auch eher ein Exot.

Die Überfahrt war dann recht spannend. Ich hatte mich gleich an die frischen Luft gesetzt um die Aussicht und die Seeluft zu genießen. Die ersten Meter hatte ich ziemlich damit zu kämpfen nicht Seekrank zu werden, da wir ziemlich raue See hatten. Aber wenn man einfach an was anderes denkt geht das ziemlich rasch vorbei.

Nach 2 Stunden hatte ich dann auch schon dänischen Boden unter den Füßen.

Die nächsten 20 km habe ich damit verbracht einen Schlafplatz zu finden, den ich dann auf einem Campingplatz in Marielyst gefunden habe.

Schilfdächer haben schon was ... und grüne Hauswände auch Schloss Güstrow der Eingang
Dom in Güstrow etwas hollprige Brücke Zu früh Auf dem richtigen Weg
Letzte Hürde Richtung Dänemark Da kann sich die Fähre noch so querstellen, ich will nach Dänemark Fesselspiele für's Rad Brummis auf Kuschelkurs Biss'l Schleichwerbung
In 50 Jahren nehme ich das Schiff ;-) Ein Leuchtturm ... und noch einer, nur ein wenig kleiner Möve die im Wind surft Eine weitere Weite gibts wohl nicht
Wie man das auch immer ausspricht Ganz schön große Klappe Kleine Hafenkneipe Ein Turm  

Tag 3: Endlich Sonne

Von Waren nach Schabernack (85 km)

Als ich aufwachte hatte ich mich gewundert, dass es heller ist als die anderen Tage. Hey und wirklich fast wolkenfreier Himmel. Also schnell ans Wasser und Bilder machen. Ich liebe ja Sonnenauf- und untergänge, wodurch auch ziemlich viele Fotos entstanden sind.

Begonnen hatte ich die Etappe mit einer kleinen Stadtrundfahrt durch Waren. Ich brauchte Werkzeug um den Frontscheinwerfer vom Rad wieder zu befestigen und außerdem brauchte ich mal wieder Geld von der Bank. Insgesamt habe ich so 10 km verfahren.

Die ersten 30 km verflogen wie im Flug, keine großen Steigungen und kein Regen.

In Loppin sah ich wie hinter einer Frau eine kleine schwarze Fellraupe die Straße überquerte. Es war ein 4 Wochen alter Mischlingswelpe. Kaum hatte ich die Frau gefragt, ob ich ein Foto von ihm machen durfte, hing er mir auch schon am Schnürsenkel. Alles musste herhalten, damit er seine tollen neuen Zähne ausprobieren konnte. Vor allem mein Rad musste herhalten, da es das erste war, dass er untersuchen durfte. Nachdem die Frau den kleinen süßen Fratz weggetragen hatte konnte ich meine Fahrt fortsetzen.

Zwischendurch hatte ich ein nettes Ehepaar aus Kopenhagen getroffen, die auf dem Weg nach Berlin waren. Es war eine nette Unterhaltung und ich war überrascht, wie gut sie deutsch gesprochen haben.

Gegen 16:30 Uhr habe ich dann die Jugendherberge in Schabernack angesteuert. Ich hatte mal wieder Lust auf ein ordentliches Bett und für 26€ inklusive Abendbrot und Frühstück war es echt super.

Nachdem Abendessen bin ich dann mit Kamera und Stativ losgezogen um ein paar Bilder vom Sonnenuntergang zu machen. Ich saß dann auch noch eine ganze Weile am Ufer des Insel-Sees und habe die Stille und Aussicht genossen. Dabei musste ich feststellen, dass man in Berlin und Umgebung eigentlich keine Orte findet, wo es so ruhig ist.

Sonnenaufgang über der Moritz Endlich wieder Sonne Fußgängerzone von Waren Rathaus von Waren
Springbrunnen Kleiner Esel Kleiner süßer Hund
Kleiner süßer Hund Hab mich für gerade aus entschieden ;-) Rathaus von Krakow am See
Ein Turm mitten auf dem Feld Fast Zuhause ;-) Ankunft an der Jugendherberge Mal gucken wo es dann morgen lang geht
Wieder ein Sonnenuntergang am See zum ausklingen Ein Schild für einen Menschenstrand hab ich vergeblich gesucht  

Tag 2: Woher kommen all die Hügel?

Von Himmelpfort nach Waren (102 km)

Erste Nacht im Zelt. Probleme beim einschlafen, Probleme mit zu hartem Boden und nächstes Mal nehme ich ein Kopfkissen mit. ;-)

Gerade als ich mein Zelt zusammengepackt hatte, hat es auch schon angefangen zu regnen. Die geplante Ortsbesichtigung von Himmelpfort viel damit leider auch ins Wasser. Wollte nur weg, war mir zu trostlos. Außerdem war für Himmelpfort den ganzen Tag Regen angesagt.

Nach 20 km hörte es dann endlich auf zu regnen und die Regenklamotten konnten wieder runter. Danach wurde es aber hüglig … sehr hüglig. Wenn man an Mecklenburg Vorpommern denkt, hat man doch eigentlich weite ebene Flächen im Kopf, aber doch keine Hügel.

Zwischendurch kamen Zweifel auf, ob ich irgendwo falsch abgebogen bin und im Thüringer Wald gelandet bin. Dem war aber nicht so. Aber schön war es trotzdem, vor allem da ich so den  herrlichen Ausblick über die Landschaft genießen konnte. So viel Weite bekommt man in der Stadt selten zu Gesicht.

Die Wege waren heute leider nicht mehr so gut ausgebaut, wie gestern. Meistens waren es Sandwege, die bei diesem Wetter sehr viel Kraft gekostet haben.

Zweimal hatte ich dann heute die Radlergruppe von gestern wieder getroffen, die aber mit ihren Mountainbikes wesentlich besser voran kamen … beneidenswert.

Die restliche Etappe hatte ich mit dem Wetter ziemliches Glück. Ich hatte immer nur gesehen, wie die Schauer rechts und links an mir vorbei gezogen sind und ab und zu kamen ein paar nasse Radler mir entgegen.

Kurz vor Waren musste ich dann allerdings eine halbe Stunde Pause machen, da ich nicht in das Regengebiet fahren wollte.

In Waren angekommen war auch diesmal ein Zeltplatz am See mein Nachtlager. Allerdings war dieser Zeltplatz nicht so klein und gemütlich wie der Zeltplatz in Himmelpfort.

Erste Nacht überlebt ;-) Sah gestern Abend irgendwie freundlicher aus Nach dem Regen Zum Glück ist immer ein Unterstand in der Nähe wenn es zu doll regnet Da ist wohl einer neidisch auf meinen unterstand
Mal wieder Bergab Hier könnte man auch ein Zelt aufbauen Hafen von Waren (Müritz)
Strandpromenade in Waren Klettergarten Klettergarten Alles fertig für die 2. Nacht Gute Nacht

1. Tag: Aller Anfang ist schwer

Von Berlin nach Himmelpfort (120 km)

Diese erste Etappe begann leider mit Regen. Ich hatte gehofft, dass ich wenigstens bei gutem Wetter starten kann, aber daraus wurde wohl nichts. Also rein in die Regenklamotten und Augen zu und durch.

Die ersten 10 km waren eine wahre Tortour. Alles war dreckig und nass, die Spanngurte auf dem Gepäckträger wollten überhaupt nicht halten und ein Spanngurt hatte sich in den Speichen verfangen und ließ sich kaum befreien. Ich hatte wirklich mit dem Gedanken gespielt umzukehren, aber ein kleines Loch in der Wolkendecke wodurch blauer Himmel zu sehen war, schuff neue Zuversicht. Also radelte ich weiter und kurz darauf regnete es weiter.

Als ich dann endlich an der Havel war, hatte ich einen gut ausgebauten Radweg ohne Matsch vor mir und ich kam ziemlich schnell voran. Zwischendurch musste ich eine kurze Pause machen, weil ein paar Gänse der Meinung waren auf dem Radweg zu laufen.

Bis Birkenwerder kam ich ganz gut durch, aber im Ort muss man etwas aufpassen, da das Hinweisschild für den Radweg von einem Baum verdeckt wird.

Nach 68 km habe ich mich dan entschieden eine kleine Mittagspause zu machen und in einer kleinen Radlerkneipe einzukehren. Bei der Pause hatte ich dann das erste mal Kontakt zu anderen Radlern, die über das Wochenende bis nach Warnemünde wollten.

Ein Höhepunkt bei dieser Etappe war die Stadt Zehdenick. Angenehmes Flair, nette Leute und ein attraktiver Stadtkern haben die Stadt zu einem Erlebnis gemacht.

Nach 100 km war es dann soweit so langsam über nach einem Schlafplatz zu suchen und dabei fiel mir Himmelpfort ins Auge. In dem kleinen Ort war ich vor 15 Jahren zur Klassenfahrt und hatte den kleinen Ort in guter Erinnerung. Allerdings musste ich bis dahin noch ein weilchen radeln und mein Hintern hätte eignetlich schon eine Auszeit gebraucht.

Am Ende hatte sich die Mühe gehört, da ich auf einen sehr ruhig gelegenen Campingplatz gelandet bin, wo ich mein Zelt in direkter Nähe zum See aufbauen konnte und den Sonenuntergang genießen konnte.

Auf nach Kopenhagen! Kurze Zwangspause Die lassen sich auch nicht stören Sehr guter Radweg mitten durch den Wald Etwas für Wasserscheue
Rathaus von Liebenwalde Havel bei Zedenick Zugbrücke in Zehdenick Kurze Geschicklichkeitsübung für Zwischendurch Vor der Zugbrücke
Ziegeleipark bei Zehdenick Feierabend für Heute