Tag 2: Woher kommen all die Hügel?

Von Himmelpfort nach Waren (102 km)

Erste Nacht im Zelt. Probleme beim einschlafen, Probleme mit zu hartem Boden und nächstes Mal nehme ich ein Kopfkissen mit. ;-)

Gerade als ich mein Zelt zusammengepackt hatte, hat es auch schon angefangen zu regnen. Die geplante Ortsbesichtigung von Himmelpfort viel damit leider auch ins Wasser. Wollte nur weg, war mir zu trostlos. Außerdem war für Himmelpfort den ganzen Tag Regen angesagt.

Nach 20 km hörte es dann endlich auf zu regnen und die Regenklamotten konnten wieder runter. Danach wurde es aber hüglig … sehr hüglig. Wenn man an Mecklenburg Vorpommern denkt, hat man doch eigentlich weite ebene Flächen im Kopf, aber doch keine Hügel.

Zwischendurch kamen Zweifel auf, ob ich irgendwo falsch abgebogen bin und im Thüringer Wald gelandet bin. Dem war aber nicht so. Aber schön war es trotzdem, vor allem da ich so den  herrlichen Ausblick über die Landschaft genießen konnte. So viel Weite bekommt man in der Stadt selten zu Gesicht.

Die Wege waren heute leider nicht mehr so gut ausgebaut, wie gestern. Meistens waren es Sandwege, die bei diesem Wetter sehr viel Kraft gekostet haben.

Zweimal hatte ich dann heute die Radlergruppe von gestern wieder getroffen, die aber mit ihren Mountainbikes wesentlich besser voran kamen … beneidenswert.

Die restliche Etappe hatte ich mit dem Wetter ziemliches Glück. Ich hatte immer nur gesehen, wie die Schauer rechts und links an mir vorbei gezogen sind und ab und zu kamen ein paar nasse Radler mir entgegen.

Kurz vor Waren musste ich dann allerdings eine halbe Stunde Pause machen, da ich nicht in das Regengebiet fahren wollte.

In Waren angekommen war auch diesmal ein Zeltplatz am See mein Nachtlager. Allerdings war dieser Zeltplatz nicht so klein und gemütlich wie der Zeltplatz in Himmelpfort.

Erste Nacht überlebt ;-) Sah gestern Abend irgendwie freundlicher aus Nach dem Regen Zum Glück ist immer ein Unterstand in der Nähe wenn es zu doll regnet Da ist wohl einer neidisch auf meinen unterstand
Mal wieder Bergab Hier könnte man auch ein Zelt aufbauen Hafen von Waren (Müritz)
Strandpromenade in Waren Klettergarten Klettergarten Alles fertig für die 2. Nacht Gute Nacht

1. Tag: Aller Anfang ist schwer

Von Berlin nach Himmelpfort (120 km)

Diese erste Etappe begann leider mit Regen. Ich hatte gehofft, dass ich wenigstens bei gutem Wetter starten kann, aber daraus wurde wohl nichts. Also rein in die Regenklamotten und Augen zu und durch.

Die ersten 10 km waren eine wahre Tortour. Alles war dreckig und nass, die Spanngurte auf dem Gepäckträger wollten überhaupt nicht halten und ein Spanngurt hatte sich in den Speichen verfangen und ließ sich kaum befreien. Ich hatte wirklich mit dem Gedanken gespielt umzukehren, aber ein kleines Loch in der Wolkendecke wodurch blauer Himmel zu sehen war, schuff neue Zuversicht. Also radelte ich weiter und kurz darauf regnete es weiter.

Als ich dann endlich an der Havel war, hatte ich einen gut ausgebauten Radweg ohne Matsch vor mir und ich kam ziemlich schnell voran. Zwischendurch musste ich eine kurze Pause machen, weil ein paar Gänse der Meinung waren auf dem Radweg zu laufen.

Bis Birkenwerder kam ich ganz gut durch, aber im Ort muss man etwas aufpassen, da das Hinweisschild für den Radweg von einem Baum verdeckt wird.

Nach 68 km habe ich mich dan entschieden eine kleine Mittagspause zu machen und in einer kleinen Radlerkneipe einzukehren. Bei der Pause hatte ich dann das erste mal Kontakt zu anderen Radlern, die über das Wochenende bis nach Warnemünde wollten.

Ein Höhepunkt bei dieser Etappe war die Stadt Zehdenick. Angenehmes Flair, nette Leute und ein attraktiver Stadtkern haben die Stadt zu einem Erlebnis gemacht.

Nach 100 km war es dann soweit so langsam über nach einem Schlafplatz zu suchen und dabei fiel mir Himmelpfort ins Auge. In dem kleinen Ort war ich vor 15 Jahren zur Klassenfahrt und hatte den kleinen Ort in guter Erinnerung. Allerdings musste ich bis dahin noch ein weilchen radeln und mein Hintern hätte eignetlich schon eine Auszeit gebraucht.

Am Ende hatte sich die Mühe gehört, da ich auf einen sehr ruhig gelegenen Campingplatz gelandet bin, wo ich mein Zelt in direkter Nähe zum See aufbauen konnte und den Sonenuntergang genießen konnte.

Auf nach Kopenhagen! Kurze Zwangspause Die lassen sich auch nicht stören Sehr guter Radweg mitten durch den Wald Etwas für Wasserscheue
Rathaus von Liebenwalde Havel bei Zedenick Zugbrücke in Zehdenick Kurze Geschicklichkeitsübung für Zwischendurch Vor der Zugbrücke
Ziegeleipark bei Zehdenick Feierabend für Heute