Von Köge nach Kopenhagen
Um 5:45 Uhr bin ich wach geworden und hatte nur den Gedanken im Kopf, dass draußen ein Sonnenaufgang auf mich wartet. Also ging es schnell los mit Stativ und Kamera Richtung Ostsee. Kaum angekommen bemerkte ich auch schon, dass der Gedanke gar nicht mal so falsch war. Die Weite und die Stimmung waren einfach atemberaubend. In dem Augenblick war ich nur noch dankbar für den schönen Augenblick und alle Strapazen der letzten Tage waren vergessen.
Beim Abreisen vom Campingplatz musste ich heute erst einmal fragen, welch ein Wochentag ist. Bin irgendwie völlig aus dem Rhythmus gekommen und hatte auch keinerlei Anhaltspunkte.
Die Etappe begann mit einer Fahrt ins Landesinnere, was mal für Abwechslung sorgte, da die letzten Etappen doch sehr von der Ostsee geprägt waren und es eigentlich nur an der Küste entlang ging. Aber nach einiger Zeit war ich dann auch schon wieder an der Ostsee und es ging vorbei an ein paar kleinen Häfen Richtung Kopenhagen.
Dann endlich nach einer Kurve ein erster Blick auf Kopenhagen, welch ein geiles Gefühl, unbeschreiblich.
Die Fahrt ins Zentrum von Kopenhagen war dann nicht mehr ganz so entspannend. Hatte irgendwie die Orientierung verloren und bin nur umhergeirrt, aber irgendwann hab ich es dann zum Hostel geschafft. Schnell eingecheckt, ab aufs Zimmer und … geschlafen.
Nach viel zu kurzer Zeit wurde ich dann von zwei jungen Männern geweckt, die vor mir standen und auch in dem Zimmer übernachten wollten. Hätte ja mal jemand sagen können, dass ich mir das Zimmer teilen muss. Also musste ich mir einen neuen Rückzugsort suchen und hab auf der Suche nach Nahrung mit dem Rad erstmal die Innenstadt unsicher gemacht.
Allerdings war es Freitag Nachmittag und Berufsverkehr. Ich bin ja einiges gewohnt durch die täglichen Fahrten in Berlin gewohnt, aber das war einfach der Hammer. In Kopenhagen sind vielmehr Radfahrer als Autofahrer unterwegs, was auf den ersten Blick völliges Chaos war. Auf den zweiten Blick ist ein ziemlich gutes System dahinter, welches aber nur funktioniert, weil die Autofahrer auf Radfahrer Rücksicht nehmen, also in Berlin nicht umsetzbar
.
Am Abend hab ich dann noch mal einen Stadtbummel zu Fuß unternommen und das Flair von Kopenhagen in der Nacht ist einfach Klasse. Leider hatte ich meine Kamera vergessen mitzunehmen.
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